Wir können nicht anders, als mit der Frau in diesem Beitrag mitzufühlen. Sie ließ sich filmen, im Vertrauen darauf, dass ihr Gesicht unkenntlich gemacht wird. Doch wie das zweite Bild zeigt, ist sie im Hintergrund während eines Interviews deutlich erkennbar. Begeistert wirkt sie nicht. Entweder unterlief der Reporterin oder dem Schnittteam ein großer Fehler.
Dieser Bearbeitungsfehler zeigt, dass auch seriöse Redaktionen peinliche Patzer begehen können, die die Privatsphäre gefährden. Die Ironie ist offensichtlich: In einer Einstellung verpixelt, in der nächsten klar zu sehen. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie wichtig Sorgfalt im Journalismus ist, insbesondere wenn Anonymität zugesichert wurde. Die sichtbar verärgerte Miene im Hintergrund verstärkt die Situation. Man kann sich lebhaft vorstellen, welche Gespräche diese Sendung nach sich zog und wie hastig man das später korrigieren wollte. Eine Mahnung an alle, sensibles Material doppelt zu prüfen.